Junge Union Bayern gegen Verbot von Ego-Shootern
Posted in Computerspiele on Mai 26th, 2009 by Gheed – Be the first to commentDie Junge Union Bayern und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) stellen sich gegen die Pläne der CSU ein Herstellungs- und Verbreitungserbot von angeblichen “Killerspielen” einzuführen.
In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie ein Ende der reflexartigen Forderung nach einem Verbot von Computerspielen, die auf einen Amoklauf an Schulen vor allem von Seiten der CDU/CSU kommen. Damit würde eine ganze Personengruppe von computerspielenden Jugendlichen unter einen Generalverdacht gestellt. Diese Aussage von Matthias Fack, MdB und JU-Landesvorsitzender in Bayern zeigt, dass die Junge Union endlich aufwacht und sich endlich aktiv an der Diskussion im Umgang mit Computerspielen beteiligt.
Leider kam schon ziemlich schnell eine Antwort vom Bayrischen Innenminister Joachim Herrmann der laut Heise folgende Aussage machte:
“Ich gehe zugunsten des BDKJ davon aus, dass er nicht weiß, wie brutal und gewaltverherrlichend solche Killerspiele sind.”
Einer Jugendorganisation das Wissen um die Jugendkultur ihrer eigenen Generation abzusprechen halte ich für eine ziemlich gewagte These. Wesentlich realistischer finde ich, dass Herr Herrmann die Kompetenz fehlt den Reiz an Computerspielen zu entdecken, da er einfach zu einer anderen Generation gehört (Jahrgang 1956).
Fazit des ganzen für mich: Es besteht ein Funken Hoffnung, dass wenigstens die Jugenorganisationen der etablierten Parteien einen positiven Einfluss auf die leidige Debatte um dieses Thema nehmen können.