Archive for Mai, 2009

Junge Union Bayern gegen Verbot von Ego-Shootern

Posted in Computerspiele on Mai 26th, 2009 by Gheed – Be the first to comment

Die Junge Union Bayern und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) stellen sich gegen die Pläne der CSU ein Herstellungs- und Verbreitungserbot von angeblichen “Killerspielen” einzuführen.

In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie ein Ende der reflexartigen Forderung nach einem Verbot von Computerspielen, die auf einen Amoklauf an Schulen vor allem von Seiten der CDU/CSU kommen. Damit würde eine ganze Personengruppe von computerspielenden Jugendlichen unter einen Generalverdacht gestellt. Diese Aussage von Matthias Fack, MdB und JU-Landesvorsitzender in Bayern zeigt, dass die Junge Union endlich aufwacht und sich endlich aktiv an der Diskussion im Umgang mit Computerspielen beteiligt.

Leider kam schon ziemlich schnell eine Antwort vom Bayrischen Innenminister Joachim Herrmann der laut Heise folgende Aussage machte:

“Ich gehe zugunsten des BDKJ davon aus, dass er nicht weiß, wie brutal und gewaltverherrlichend solche Killerspiele sind.”

Einer Jugendorganisation das Wissen um die Jugendkultur ihrer eigenen Generation abzusprechen halte ich für eine ziemlich gewagte These. Wesentlich realistischer finde ich, dass Herr Herrmann die Kompetenz fehlt den Reiz an Computerspielen zu entdecken, da er einfach zu einer anderen Generation gehört (Jahrgang 1956).

Fazit des ganzen für mich: Es besteht ein Funken Hoffnung, dass wenigstens die Jugenorganisationen der etablierten Parteien einen positiven Einfluss auf die leidige Debatte um dieses Thema nehmen können.

Videos vom Antimatter Konzert in Frankfurt

Posted in Musik on Mai 25th, 2009 by Gheed – Be the first to comment

Am 14.05.2009 war ich auf dem Antimatter Konzert in der Halle in Frankfurt. Hab heute gesehen, dass es Videos davon auf Youtube gibt. Die will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Ich saß übrigens etwas rechts von der Kameraposition ;)

Hier die Links:

Weight of the World

Flowers

Leaving Eden

The Power of Love

Außerdem war die überaus talentierte Lisa Cuthbert aus Irland als Supporterin dabei. Ihre Musik findet ihr bei Myspace.

Eine Petition alleine reicht nicht.

Posted in Internetzensur on Mai 7th, 2009 by Gheed – Be the first to comment

Seit einigen Tagen schon ist die Petition gegen Internet Zensur online. 50.000 Unterschriften werden benötigt, damit diese im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags beraten wird. Die Nachricht hat sich wie ein Lauffeuer im Netz verbreitet und wie der Blogtracker Rivva zeigt, findet sie großen Zuspruch bei den Netzbewohnern.

Doch es gibt auch Gegenstimmen über die Wirksamkeit einer solchen Petition. So schreibt Florian Holzhauer in seinem Blog dass er diese nicht unterschrieben wird:

“Ich unterzeichne nicht, weil ich Online-Petitionen für völlig sinnfrei halte. [...] Es wird nichts weiter passieren, als das bei einer erfolgreichen Unterzeichnung der “Petent”, also der Einreicher, oder in dem aktuellen Fall die Einreicherin, in den Bundestag eingeladen wird. Dort darf die Petentin dann die üblichen Kritikpunkte zur Netzzensur kurz erklären, es gibt ein paar andere Statements und kurze eher kenntnisfreie Diskussionen, und nach rund fünfzehn Minuten wars das dann. “

Ich muss zugeben, dass ich auch sehr begeistert von der Petition bin, da sie zeigt wie viele auf unserer Seite stehen und was gegen die Pläne von Zensursula tun wollen. Doch meiner Meinung nach hat Holzhauer mit seinem zentralen Kritikpunkt recht: Es handelt sich um ein Generationenproblem. Seine Lösungsvorschläge:

- Massive Aufklärungsarbeit. Aber “da draussen”, nicht im Internet.[...]

- Selbst aktiv werden. Ab in die Politik, in die Parteien, und einfach zusehen, dass man irgendwann selbst entscheiden darf. [...]

- “Dear World, fuck you”. Mein Ansatz. Absolut feige, aber ganz egoistisch betrachtet zielführend.[...]

Und da muss ich ihm zustimmen. Wenn man wirklich etwas unternehmen will muss man raus aus dem Internet und sich auf eine Ebene mit der Generation unser Politiker begeben, in die reale Welt und dort etwas anpacken. Ignorieren kommt für mich nicht in Frage.

Also organisiert euch, raus mit euch auf die Straße und kämpft für eure Rechte.