Gewinner des Scrabble Wettbewerbs

Hier ist die Gewinnerstorry des Scrabble-Wettbewerbs:

Eine ganz normale Familie

Der Hund erschrak, als er in den Spiegel sah. Wer hat eigentlich seinem Herrchen diesen Unsinn eingeredet, ein rosa Pudel des Todes sei besser als eine Sense? Egal. Es ging los zum ersten Einsatz. Das Leben (und die Ehe) eines Versicherungsvertreters der Münchner Rück AG ist jäh zu Ende gegangen – er hatte einfach Pech, ein dummer Unfall. Seine Frau ist über das Bier gestolpert, welches er immer im Garten auf der Erde stehen ließ. Mit der Säge, die sie in der Hand hielt, stürzte sie unglücklicherweise genau auf seine Halsschlagader. Der Anblick war eine Qual. Die Reporter stürzten sich wie Fliegen auf einen Eimer voll Scheiße auf die Story, nicht nur die von BILD, sondern auch von der FAZ, dem WDR und dem ehemaligen Nachrichtenmagazin.

Nachdem Sie die Frau im Haus gefunden hatten, stellten die ebenfalls eingetroffenen Polizisten zunächst einmal den großen Schalter am Verstärker von “eins” auf “null”, damit man statt der Ode in Fis-Dur auch sein eigenes Wort hören konnte. Nachdem der herbeigerufene Gerichtsmediziner auf die Frage nach der Todesursache nur gesagt hatte: “Da wollte wohl jemand sägen”, und ein Nachbar unter Eid behauptete, die Frau hätte das nur gemacht um die Igel vor dem Bier zu schützen, welches der Mann immer liegen ließ, und der Frau nachsagte, nicht nur blöd, sondern auch noch verrückt zu sein, hatten die Beamten allerdings wenig Lust. “Wenigstens hat sie was für meine Rente gemacht, das Rentenloch wird dadurch sicher nicht größer” witzelte einer, während der andere den Vorschlag machte, dass doch vom Heer erledigen zu lassen, so als kleiner Einsatz im Inneren – vielleicht ließ sich der Nachbar ja noch dazu hinreißen, die Frau mit der ETA in Verbindung zu bringen. Die sexy Frau wurde dann ganz normal abtransportiert, während Gevatter Tod sich in aller Breite mit dem Teufel unterhielt. Der scharrte allerdings schon mit seinem Huf, um sich die Frau zu holen. Aber das würde nicht mehr lange dauern. Wer (als Frau!) als siebten Vornamen “Nouam” hatte und eine Sammlung voll von verdächtigen CDs mit vielen Dateien in einem unbekannten, konspirativen Format namens “FLAC” besaß (auch noch getarnt mit Namen von Musiktiteln!), würde sicher nicht lange zögern, sich vom Teufel aus seiner misslichen Lage befreien zu lassen. Schließlich würde so jemand sicher als Terrorist gelten – spätestens, wenn der Nachbar sich (auf bohrendes Nachfragen) erinnert.

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